Hermsdorfer verlieren erstes Nichtabstiegs-Endspiel

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Handball Mitteldeutsche Oberliga: Der erhoffte Heimsieg am drittletzten Spieltag gegen den Tabellenvorletzten HC Einheit Plauen ist nach einer enttäuschenden Vorpausen-Leistung ausgeblieben.

SV Hermsdorf - HC Einheit Plauen 24:28 (7:14)

Hermsdorf. Die Hermsdorfer haben am Sonnabend in eigener Halle und vor gut und gern 550 Zuschauern das erste von drei Nichtabstiegs-Endspielen gegen den HC Einheit Plauen 24:28 (7:14) verloren.

Für den SVH war es bereits die achte Niederlage im elften Rückrundenspiel. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Team aus eigener Kraft, die Mitteldeutsche Oberliga halten kann, ist stark gesunken. Die vom Hermsdorfer Trainer Mario Kühne vor Wochen ins Gespräch gebrachten 26 Punkte, die man braucht, um viertklassig zu bleiben, können die Holzländer nicht mehr erreichen. Maximal 25 Punkte sind noch drin. Dazu müssten die Hermsdorfer aber die restlichen zwei Partien am Sonnabend beim ESV Lok Pirna und am 7. Mai daheim gegen den HSV Apolda gewinnen.



Die Rückrundenstatistik liest sich aber nicht so euphorisch. Von 22 Punkten, die seit Ende Januar in den elf Partien vergeben wurden, holten die Hermsdorfer gerade einmal fünf.

Da auch die Bilanz der Hermsdorfer in den direkten Duellen gegen die anderen Tabellenkeller-Kinder mit Ausnahme gegen Zwickau negativ ist, wird die Rückkehr in die Thüringenliga (5. Liga) seit Sonnabend wohl immer realistischer.

"Ich denke, wir waren heute dominant. Es war sicherlich kein Super-Spiel. Das war aber auch nicht zu erwarten angesichts der Tabellenkonstellation. Man hat aber gesehen, wie wichtig im modernen Handball eine starker Torwart und eine gute Abwehr sind", sagte Plauens Trainer Sven Liesegang nach der Partie. In der Defensive bereitete dem früheren Oberliga-Handballer des SC Magdeburg nur vereinzelt die linke Abwehrseite einige Probleme, "da kamen mir die Hermsdorfer zu einfachen Toren."

Die Plauener, die schon in der Vorwoche die Spitzenmannschaft aus Köthen besiegten, können mit dem erneuten Erfolg selbst zum Klassenerhalt träumen, obwohl sie vor dem Anpfiff in Hermsdorf die deutlich schlechteren Karten gehabt hatten als der Gastgeber.

Die Hermsdorfer rannten nach der Pause vergeblich dem Tor-Rückstand hinter her. Durch ungenaue Würfe von den beiden Außenpositionen und durch zu schnelle Würfe verpasste sie, bis auf drei Tore zu verkürzen.

Die Chancen waren da, als erst Tobias Högl (39.) und dann Jan Heilwagen (40.) zweimal innerhalb von einer Minute vor dem Tor zum 14:17 standen.

Die Plauener, die zum zweiten Mal in dieser Saison mit voller Kapelle spielen konnten, überstanden auch den zweiten kritischen Moment, als Högl mit einem Aufsetze den Ball über das Tor jagte. Das wäre der Treffer zum 15:18 (43.) gewesen. Mit dem Zwischenspurt zum 22:16 war die Partie frühzeitig gelaufen, obwohl a erst 48 Minuten gespielt waren.

Die Zuschauer, die für Hermsdorf hielten, erwarteten in der Phase eigentlich noch ein Aufbäumen von ihrer Mannschaft - die blieb aus.

Und auch die Verantwortlichen mit Mario Kühne, Jens Friedrich und Routinier Lutz Klecha verkrochen sich in der Schlussphase fast nur noch auf ihrer Bank. Plauens Trainer Liesegang war das ganze Gegenteil. Er dirigierte, korrigiert, motivierte seine Spieler auf dem Parkett.

Um 21.05 Uhr ertönte das Schlusssignal im Spiel. Die Gäste-Spieler aus Plauen freuten sich über zwei Punkte im Abstiegskampf. Die Spieler aus Hermsdorf, die das Kellerduell gegen Plauen in der ersten Halbzeit verloren hatten, bedankten sich beim Publikum. Sie brauchen ab sofort auch Schützenhilfe von anderen Teams, um auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen zu können.

SVH: Nedved, Zehmisch - Högl, Riedel (3), Kiss (10), Fazik, Reis (3), Langer (1), Fischer, Heilwagen (3), Seime (3). Schreck (1), Kühne, Krüger.

(Quelle: OTZ/Jens Henning/18.04.2016)

   

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