Auswärtsfluch beendet

Details Handball Männer, Mitteldeutsche Oberliga: Hermsdorfer gewinnen am Sonnabend nach über einem Jahr wieder ein Spiel in fremder Halle. Für Trainer Jens Friedrich war die Startphase in Apolda ein wenig unheimlich

HSV Apolda - SV Hermsdorf 22:29 (12:16)

Apolda. Über ein Jahr lang mussten die Hermsdorfer Handballer auswärts auf dieses Ritual beim Abpfiff warten - auf den Siegertanz. Am Sonnabend sprangen die Bergners, Riedels & Co. wieder im Kreis umher und sangen ihr Lied vom "Hermsdorfer Hammer".

Mit dem 29:22-Erfolg beim HSV Apolda konnten die Hermsdorfer nicht nur ihren zweiten Saisonerfolg innerhalb von sieben Tagen einfahren. Die Hermsdorfer beendeten auch ihre Negativ-Serie bei Auswärtsspielen. Den letzten Erfolg gab es am 10. September 2011 beim Ligaauftakt beim HSC Erfurt. Danach folgte in fremden Hallen Tristesse mit elf Niederlagen und nur einem Unentschieden. "Ich habe den Jungs nach dem Abpfiff gesagt, ich hätte nichts dagegen, wenn jetzt noch zwölf weitere Auswärtssiege folgen würden", sagte SVH-Trainer Jens Friedrich mit einem Lächeln.

Der Verantwortliche staunte nicht schlecht, als seine Mannschaft nach 20 Minuten mit 14:4 führte. Ganz leise, aber schon hörbar, rief ein Apoldaer Zuschauer "Aufhören" in Richtung Parkett. Diese Äußerung galt sicher nicht dem überragenden Auftritt der Gäste aus Hermsdorf, die in der Abwehr mit einem 5:1-System überraschten. Die Apoldaer Rückraum-Achse ölief sich fest. Nach acht Minuten und beim Stand von 5:1 zückte Apoldas Trainer Ralph Börmel die grüne Karte für die Auszeit.

"Ich muss gestehen, als wir plötzlich 14:4 führten, war mir schon etwas unheimlich", sagte Friedrich. Dass der Gastgeber, der auf  der Torhüterposition Pierre Liebelt brachte, bis zur Pause auf 12:16 herankam, war aus Hermsdorfer Sicht der einzige Kritikpunkt. "Ich hätte mir gewünscht, es bleibt bei sieben oder acht Toren Polster. Am Ende waren es nur vier, nun gut", meinte auch Friedrich.

Die Apoldaer spielten nach dem Wechsel synamischer. Sie schlossen schneller ihre Angriffe ab. Sie kamen aber nie mehr als auif drei Tore heran. Alle Wechsel von der SVH-Bank fruchteten. Da stellten sich Michael Seime und Maik Grützbach bei ihren Kurzeinsätzen in den Dienst der Mannschaft, da kehrte Robert Zehmisch beim 17:20 wieder ins Tor zurück und hielt wieder stark.

Der Auswärtssieg geriet nicht wirklich ernsthaft in Gefahr, weil die Hermsdorfer immer eine Antwort parat hatten. "Na klar freuen wir uns über den Start", sagte Kapitän Sebastian Steinbach. Dass die Apoldaer nie aufstecken würden, "dass war uns vor dem Spiel bewusst. Wir hatten in Pflichtspielen in Apolda zuletzt nie geglänzt. Das waren immer knappe Ergebnisse.

(Quelle:OTZ/Jens Henning)

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